Wie deine innere Einstellung aussehen sollte

Bevor wir mit dem 1×1 der Smalltalk-Technik loslegen, müssen wir kurz über deine innere Einstellung reden. Um mit der richtigen inneren Einstellung in ein Gespräch zu gehen musst du dich wohl fühlen. Dann wirst du es um ein Vielfaches einfacher haben als wenn du gestresst bist.

Doch was ist die richtige Einstellung? Stell dir vor, wie du gerade eines deiner Lieblingsspiele spielst: du hast Spaß, du fühlst dich lebendig und wach, bist aber dennoch entspannt. Das sind die Einstellung und das Gefühl, die du auch beim Flirten und Smalltalk haben solltest: eine Art spielerische Leichtigkeit. Versuche daher, Spaß zu haben an einem Gespräch! Fühle dich in der Gesellschaft anderer Leute wohl und lass dich auf sie ein. Sowohl du als auch dein Gegenüber sollten eure Konversation genießen!

Smalltalk-Techniken

Nachdem du den Einstieg ins Gespräch geschafft hast, geht es nun ans Eingemachte! (Solltest du noch nicht den Artikel über Gesprächsanfang gelesen hast: er ist unten verlinkt.)

Smalltalk ist gar nicht so schwer. Man kann im Alltag zu üben beginnen, indem man ein oder zwei Sätze mit der Bedienung oder Kassiererin wechselt.

Smalltalk-Technik 1: Kompliment plus Vermutung

„Wow, dein Kuchen schmeckt wirklich richtig gut. Den hast du bestimmt nicht zum ersten Mal gebacken, oder?“ Das ist ein Satz, den du auf einer Party sagen könntest, um mit der Bäckerin eines Kuchens (lecker oder nicht 😛 … ) ins Gespräch zu kommen. Erst machst du ihr ein Kompliment („… dein Kuchen schmeckt wirklich richtig gut …“). Danach äußerst du eine Vermutung: („Den hast du aber nicht zum ersten Mal gebacken?“).

Das Kompliment gibt ihr ein gutes Gefühl. Die Vermutung bringt sie dazu, weiter mit dir zu reden, noch dazu über ein Thema, das ihr gefällt. Sie wird dir vielleicht erklären, dass Sie das Rezept von ihrer Oma gelernt hat oder einfach Glück mit einem Kuchen aus dem Internet hatte.

In beiden Fällen kannst du an ihre Antwort anknüpfen: du kannst etwas von deiner Oma erzählen und weiter fragen, ob sie ihre Oma oft sieht. Oder du kannst mutmaßen, dass sie bei einem so gelungenen ersten Versuch dann wohl öfter bäckt. In beiden Fällen wird sie dir gerne mehr erzählen.

Wenn gerade keine attraktive Kuchenbäckerin in der Nähe ist, gibt es natürlich noch andere Möglichkeiten:

  • Extravaganter Kleidungsstil: „Schönes Kleid/Outfit! Bist du in der Modebranche?“ Oder etwas frecher mit einem Augenzwinkern: „… Bist du Influencerin?“ Zusatzkompliment: „Du solltest bei Shopping Queen mitmachen! Da hättest du gute Chancen!“

Smalltalk-Technik 2: Frage offene, spannende Fragen

Vermeide Fragen, die man mit einem einfachen ja oder nein beantworten kann. Stattdessen solltest du offene Fragen stellen. Wenn sie dann noch spannend sind, umso besser. Das Stichwort sind hier die sogenannten W-Fragen: Warum? Was? Wodurch? …

Eine schlechte Frage ist zum Beispiel: „Arbeitest du schon lange für Firma XY?“ Zum einen kann man darauf schnell mit ja oder nein antworten, maximal bekommst du aber ein: „x Monate/Jahre.“ Schüchternere Frauen, die nicht geübt in Smalltalk sind, werden so nicht „abgeholt“. Zum anderen kann es sein, dass sie nicht gerne über die Arbeit redet. Viele Leute hassen einfach ihren Job …

Bessere Fragen sind etwa:

  • „Warum bist du nach München gezogen?“
  • „Was machst du in deiner Freizeit gerne?“
  • „Wie bist du auf die Idee gekommen, das zu studieren?“

Smalltalk-Technik 3: Rätselraten (Frage plus geratene Antwort)

Smalltalk-Technik 3 ähnelt dem Kompliment plus Vermutung aus Nummer 1. Nur, dass du hier kein Kompliment machst, sondern eine Frage stellst und die Antwort einfach mitlieferst.

Stell dir eine langweilige Frage vor wie die nach ihrer Arbeit. Wenn du schon so etwas Banales wissen willst, kannst du euer Gespräch ein wenig aufwerten, indem du die Antwort rätst. „Was machst du beruflich? Lass mich raten: du bist …

  • Gefängiswärterin!“ (frech, vielleicht bei einem aufgehübschten Instagirl, nicht bei einer stämmigen Frau mit Kurzhaarfrisur!)
  • Informatikerin.“ (wenn du willst, dass sie sich schlau fühlt)

Deine Antwort sollte ihr entweder schmeicheln oder sie zum Lachen bringen. Übertreib es aber mit dem Schmeicheln nicht. „Du bist bestimmt Supermodel.“ ist zu dick aufgetragen.

Smalltalk-Technik 4: Statements

Um nicht nur Fragen zu stellen (siehe unten die Warnung), solltest auch du ab und zu was sagen. Idealerweise ist das dann nicht irgendein sinnloses Geschwafel, sondern ein Statement, das ihr etwas über dich verrät und dir ein gewisses – positives! – Profil gibt.

Wenn sie wie oben im Beispiel zu Smalltalk-Technik 1 einen Kuchen gebacken hat, kannst du zum Beispiel so weitermachen:

  • „Ich kann überhaupt nicht backen. Immer wenn ich das versuchen würde, ginge nach spätestens 10 Minuten der Feueralarm los! Darum lasse ich es lieber.“ Das wird sie zum lachen bringen. Wenn du hier schon sehr flirty unterwegs bist und eine gewisse Verbindung zwischen euch besteht, kannst du hier ansetzen zu einer Verabredung: „Aber vielleicht kannst du mir ja mal zeigen, wie man einen Kuchen bäckt. ich bringe die Zutaten mit und danach gehen wir den Kuchen im Park essen. Notfalls verfüttern wir ihn an die Enten.“
  • „Ich backe auch total gerne. Wenn ich nicht mindestens einmal in der Woche die Küche in ein Schlachtfeld verwandele, fühle ich mich nicht gut.“ Oder „ … leider habe ich immer viel zu wenig Zeit zum kochen und backen. Ich bin seit ein paar Monaten im Fitnessstudio angemeldet und habe mir vorgenommen, mindestens zweimal die Woche zu trainieren.“ Das lenkt das Thema auf Sport und du kannst schauen, wie sie darauf reagiert, ob sie vielleicht auch in einem Studio ist. Wenn ja, frag sie nach ihren Erfahrungen dort und vergleiche es mit deinen.

Du siehst, wo die Reise hingeht? Du kannst euer aktiv Gespräch steuern!

So bitte nicht! Zwei Warnungen.

Smalltalk ist kein Vorstellungsgespräch

Den größten Fehler machen Männer, die eine Frau mit Fragen löchern, als wären sie in einem Vorstellungsgespräch oder Gastgeber einer Talkshow auf RTL2: „Wie alt bist du? Hast du eine Katze? Wie heißt sie denn? Wie alt ist dein Auto?“

Das passiert besonders oft bei Dates, wo man ja weiß, dass man die kommenden Stunden miteinander verbringt. Männer bekommen hier oft in eine Fragen-Panik-Attacke. (Man kann das in der VOX-Sendung „First Dates“ regelmäßig beobachten … )

Um nicht gleich am Anfang alles mit einer Abfrage wie in der Schule zu versauen halte dich daher an die Tipps von oben: locker bleiben und durch ein, zwei offene Fragen das Gespräch in Schwung bringen. Knüpf an die Themen an, die sich ergeben und sag hier und da deine Meinung dazu. Irgendwann wird sie neugierig und auch dir Fragen stellen.

Ungeeignete Themen

Ein paar Themen solltest du unbedingt aussparen, ganz besonders, wenn du zum ersten Mal mit einer Frau sprichst. Dazu gehört alles Kontroverse in Sachen:

  • Politik
  • Religion
  • Krankheit und Tod
  • Gewalt
  • gescheiterte Beziehungen bzw. Ex-Freundinnen
  • potentielle Streitthemen wie Veganismus/Vegetarismus – egal wer von euch beiden der Vegetarier ist!
  • allgemein negative Themen

Da nur wenige Frauen etwas mit klassischen Männerthemen wie Fußball und Autos anfangen können, solltest du auch über solche Dinge keine zweistündigen Vorlesungen halten. Das heißt nicht, das du Lügen musst, wenn sie dich fragt, was du am Wochenende so treibst. Du brauchst dich nicht selbst verleugnen. Sag einfach, dass du mit deinen Kumpels gerne mal Fußball schaust. Aber mutiere bitte nicht zum Radio-Reporter und erzähl ihr das letzte Dortmund-Spiel sekundengenau nach.

Smalltalk-Technik besagt: erzähle nicht so viel über deine Ex-Freundin.

Erzähle möglichst nichts über deine Ex-Freundin – egal wie filmreif eure Trennung war!

Siehe auch