Introvertiert ist nicht gleich schüchtern

Was heißt introvertiert eigentlich? Zunächst soll hier kurz der Begriff „introvertiert“ richtig erklärt werden. Eine Menge Leute verbinden nämlich mit introvertierten Menschen automatisch Eigenschaften wie „schüchtern“ oder sogar „sozial inkompetent“. Das stimmt aber so nicht ganz. Denn diese Merkmale sind  voneinander unabhängig.

Was stimmt, ist die schlechte Nachricht. Tatsächlich treten die Eigenschaften „introvertiert“ und „schüchtern“ oft gemeinsam in einer auf. Deswegen halten Außenstehende Introvertierte oftmals für schüchtern.  Die gute Nachricht ist aber: beides ist nicht dasselbe. Man kann etwas gegen seine Schüchternheit tun und dennoch weiter introvertiert sein! Was Männer davon abhält, Frauen anzusprechen ist nämlich nicht ihre Introversion, sondern ihre Schüchternheit.

Das Bild symbolisiert, wie sich ein Mensch, der introvertiert ist, fühlen kann.

Introvertiert heißt nicht automatisch, sozial inkompetent oder schüchtern zu sein.

Warum bist du introvertiert?

Das Wichtigste vorneweg: introvertiert zu sein, ist nichts Schlimmes, sondern eine ganz natürliche Sache. Ob jemand extrovertiert oder introvertiert ist, hängt schlicht davon ab, wie der jeweilige Körper mit Dopamin umgeht. Dopamin ist ein Botenstoff im Nervensystem. Er sorgt bei Extrovertierten dafür, dass sie aufgeregt (im positiven Sinne) und erwartungsfroh werden. Bei Introvertierten dagegen führt er in Situationen mit vielen und fremden Menschen schneller zu Stress und Unbehagen. Und wie dein Körper mit Dopamin umgeht ist weitestgehend angeboren. (Quelle siehe unten!) Aus Forschung weiß man auch, dass sich daran nicht viel ändern wird. Wie dein Gehirn diese Reize verarbeitet, wird dein ganzes Leben über ziemlich konstant bleiben.

Daher: Wenn du introvertiert bist, bist du eben introvertiert und daran ist auch nichts Schlechtes. Du kannst dich nicht einfach zum extrovertierten Menschen machen indem du trainierst oder an dir arbeitest. Du könntest lediglich  versuchen, dich zu verstellen. Aber das ist anstrengend und stressig für dich. Zum einen, weil du dich verstellen musst. Zum anderen, weil du dann mit extrovertierten Frauen (und Menschen allgemein) zu tun haben wirst, die dir eigentlich auf den Keks gehen werden … Das solltest du also lassen. Stattdessen schauen wir uns nun einmal die Strategien an, die man als Introvertierter befolgen sollte.

Der große Vorteil wenn man introvertiert ist

Als nächstes schauen wir uns  an, welchen Vorteil es im Umgang mit Frauen hat, introvertiert zu sein. Denn nach diesem Vorteil richten wir im nächsten Schritt unsere Flirt-Strategie aus.

Der große Vorteil introvertierter Männer gegenüber extrovertierten ist der, dass sie besser Einzelgespräche führen können. Während sie in Gruppensituationen nicht so gut abschneiden, können sie im 1:1-Gespräch wesentlich schneller das Vertrauen einer Frau gewinnen. Sie erreichen meist auch eine tiefer gehende Verbindung mit ihr. Je länger ein Gespräch dauert, desto interessanter wird ein introvertierter Mann für sie. Er kann nämlich leichter und gehaltvoller in verschiedenste Themen eintauchen als ein extrovertierter.

Der Extrovertierte poltert eher mal oberflächlich über ein für ihn uninteressantes Thema hinweg oder macht einen oberflächlichen Witz. Er fühlt sich eher dazu berufen, mit mehr Leuten zu reden und sein Gegenüber zu unterhalten. Zuhören oder gehaltvollere Themen liegen ihm weniger.

Flirt- und Dating-Strategie für Introvertierte

Jetzt, wo wir den Vorteil von introvertierten Männern kennen, planen wir die richtige Strategien.

1. Trenne das Schaf von der Herde: suche Einzelgespräche

Introvertierte fühlen sich in Einzelgesprächen wohler als in Gruppensituationen. Deshalb sollte ein introvertierter Mann bildlich gesprochen das Schaf von der Herde abtrennen. 😉 Das heißt nicht, dass man nur noch Einzel-Dates haben sollte. Orte mit vielen Menschen sind schon okay. Man muss die Frau auch nicht gezwungenermaßen in einen anderen Raum weg von ihren Freunden befördern. In engen Settings wie einem Club oder einer Bar reicht es oftmals schon, wenn man dafür sorgt, dass sie ihren Körper ein wenig weg dreht von ihren Freunden. Das kann schon reichen, damit euer Gespräch nicht mehr Teil des Gruppengesprächs ist.

2. Wähle eine geeignete Location

Noch besser ist es natürlich, wenn man selbst von vornherein eine geeignete Location auswählen kann. Für ein Date sollte man laute und stark frequentierte Clubs oder Bars meiden. Besser geeignet sind hier ruhige Restaurants, Cafés oder ein Spaziergang in einen Park. Eben irgendwo, wo man gemütlich sitzen kann. Den Kaffee könnt ihr euch vorher irgendwo mitnehmen. Wenn du unbedingt in einen Club musst, such dir möglichst einen mit Ruhe-oder Outdoor-Bereich. Dann hast du es einfacher.

3. Nimm an Gruppenaktivitäten teil

Wenn du noch kein Date hast, solltest du an Gruppenaktivitäten teilnehmen. Und zwar an solchen, die es zulassen, dass dich die Leute mehr als einmal gesehen haben. Dann ergeben sich automatisch Gelegenheiten zu Unterhaltungen. Und hier liegen ja bekanntlich die Stärken des Introvertierten. Gut geeignet sind hier zum Beispiel eine Wandergruppe oder etwa eine Gruppenreise. Auch ein Sprachkurs ist eine gute Idee. Vor allem in den ersten Stunden wird man dabei gezwungen, sich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen. Oftmals muss man sich sogar in der neuen Sprache einander vorzustellen – die halbe Miete. 😉 Wenn du der Statistik noch ein Schnippchen schlagen willst, kommt hier der Pro-Tipp: Besuche einen Yoga-, Pilates- oder Bauch-Beine-Po-Kurs. In den Kursen, die wir besucht haben, waren wir jedes Mal die einzigen Männer. (Falls du nicht weißt, wo du solche Kurse findest: google mal nach einer Volkshochschule in deiner Nähe. Die Preise für solche VHS-Kurse sind erstaunlich niedrig.)

Du bist introvertiert und willst Frauen kennenlernen? Ab zum Yoga!

4. Übe regelmäßig Smalltalk

In all den oben genannten Situationen hilft es meist sehr, wenn du einigermaßen locker mit fremden Menschen reden kannst. Daher ist Strategie-Punkt 4: übe regelmäßig, Smalltalk zu machen! Du kannst im Alltag damit anfangen. Zum Beispiel indem du einen einzigen freundlichen Satz mehr zu deiner Bäckerei-Verkäuferin sagst. Du kannst ihr sagen, dass dir der Apfelkuchen von letzter Woche gut geschmeckt. Oder du fragst sie, welche Torte sie am liebsten mag und kaufst sie dann. Genaueres über dieses Thema kannst du in unserem Artikel über Smalltalk nachlesen. Er ist unten verlinkt.

5. Achte darauf, nicht in die „Friendzone“ zu rutschen!

Da man als introvertierter Mann eher eine tiefgehende Verbindung zu einer Frau aufbauen kann gibt es eine Gefahr: Man landet relativ schnell in der „Nette Freunde“-Schublade. Deswegen ist es sehr wichtig, bei allen Gesprächen immer auch Flirt-Elemente einfließen zu lassen. Das können Necken, Komplimente, Humor und ein natürlich ein bisschen sexuelle Spannung sein. Wie diese einzelnen Sachen funktionieren ist auch unten verlinkt.

6. Baggere keine extrovertierten Frauen an!

Zumindest dann nicht, wenn du  nicht nur kurzfristigen Absichten hast. Wie oben schon angedeutet, passt ihr sehr wahrscheinlich nicht zueinander, weder sexuell noch als Partner. Du wirst dich nie wirklich wohl mit ihr fühlen und sie sich nicht mit dir. Du musst dich massiv verstellen und eine Rolle spielen von jemandem, der du eigentlich nicht bist. Das ist zum einen sehr anstrengend für dich, zum anderen unfair ihr gegenüber.
Die Welt ist voll mit klugen und schönen introvertierten Frauen, die die positiven Eigenschaften introvertierter Männer schätzen! Oftmals sind sie ihnen sogar mehr wert als das Äußere. Wir nehmen das im Alltag nur nicht besonders wahr, da die extrovertierten Frauen durch ihr Verhalten viel eher die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.  Tue dir also selbst einen Gefallen und suche dir eine introvertierte Frau! Du wirst mit ihr viel mehr Spaß haben als mit einer extrovertierten.

Hast du noch mehr Fragen zu Introvertiertheit oder verwandten Themen? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Weiterführende Links und Quellen zum Thema „introvertiert“